Was ist NLP und wie kann man damit einfacher Sprachen lernen?

NLP ist die Abkürzung für Neurolinguistisches Programmieren. Es wurde in den siebziger Jahren von Dr. Richard Bandler, damals Student der Mathematik, und John Grinder, Professor für Linguistik, entwickelt. Aus dem Wort "Neuro" entnehmen wir, dass das Nervensystem einschließlich unserer Sinne damit in Verbindung gebracht wird. Mit "linguistisch" meint man die verbale und nonverbale Sprache, mittels denen wir kommunizieren. Die nonverbale Sprache umfasst die Mimik und Gestik, also unsere Körperhaltung und die gesamte "stumme" Sprache. Den Begriff "programmieren" kennen wir alle aus der Computersprache und er steht bei NLP als Synonym dafür, dass unsere mentalen Programmen (Glaubenssätze, Überzeugungen, Gefühle), die wir irgendwann erlernt haben, verändert und ergänzt werden können. Dies ist natürlich nur dann sinnvoll, wenn sich die bestehenden mentalen Programme in bestimmten Situationen nicht bewähren.



Nun ist es leider so, dass sehr viele Menschen das Gefühl haben, für das Sprachenlernen unbegabt zu sein. Viele Menschen haben im schulischen Fremdsprachenunterricht, oder auch danach, die Erfahrung gemacht, dass Sprachenlernen nur durch langwierige und harte Lernarbeit zum Ziel führt. Sie meinen auch, Grammatikbüffeln und Vokabelnpauken gehörten einfach zum Sprachenlernen dazu. Doch das ist vollkommen falsch! Tatsache ist, dass wir in der Schule meistens nicht richtig gelernt haben, wie man richtig lernt. Jeder Mensch ist anders und es gibt so viele verschiedene Variationen von Lerntypen, wie es Menschen gibt. Die Chance, möglichst gut und einfach zu lernen, ist dann am größten, wenn wir alle Sinneskanäle einbeziehen. D.h. wir müssen den visuellen, den auditiven, den kinästhetischen, den olfaktorischen und den gustatorischen "Lernkanal" in das Lernen einbinden. Darüber hinaus müssen wir laufend die neuesten Erkenntnisse aus der Lern- und Gedächtnisforschung zur Kenntnis nehmen und didaktisch umsetzen.



Im NLP nutzen wir eine für das Sprachenlernen wichtige Regel: Wenn das, was wir tun, nicht funktioniert, dann sollten wir etwas anderes tun. Wenn wir also so lernen, wie wir immer gelernt haben und es hat nicht funktioniert, weil wir z.B. damit zu viel Zeit verloren haben und zu wenig Lernerfolge verzeichnen konnten, dann sollten wir andere Lernmethoden ausprobieren. Der bulgarische Psychologe, Pädagoge und Begründer der Suggestopädie, Gregori Lozanov, hat schon lange festgestellt, dass Menschen viel schneller, mit einem viel höheren Grad der Beherrschung und mit viel mehr Spass lernen, wenn sie die richtigen Lernmethoden anwenden. 

NLP erleichtert das Lernen enorm, denn in einem tief entspannten Zustand, den wir durch NLP erreichen, lässt es sich einfacher lernen. Wir wenden hilfreiche mentale Programme an, die uns beim Lernen (im Kurs und auch danach) unterstützen. Handlungsvisualisierungen sind ebenfalls ein sehr wichtiger Teil aus dem NLP, die uns das Lernen nachweislich einfacher machen.



Zusätzlich baut NLP die Sprechhemmungen ab und nimmt uns die Angst, Fehler zu machen. Das wiederum ist sehr wichtig, um unsere Sprechfertigkeit zu steigern. Sprechen lernt man nur durch Sprechen und darum ist es so wichtig, dass wir uns einfach trauen und munter drauflos plappern.