
Was ist speziell an der lingua integralis-Methode?
Speziell an unserer Methode ist, dass wir mit NLP-Modellen arbeiten. Wir beziehen alle Sinnessysteme in den Lernprozess ein. Das nenen wir: Lernen nach dem VAKOG-Prinzip.
Visuell = Wir lernen durch Sehen u. Visualisieren, wir machen uns Bilder von etwas.
Auditiv = Wir lernen durch Hören und inneres Vorsagen.
Kinästhetisch = Wir lernen mit ganzem Körpereinsatz, durch Berühren, Tasten, Bewegen.
Olfaktorisch =Wir lernen durch Riechen.
Gustatorisch = Wir lernen durch Schmecken.
Jeder Mensch lernt anders. Sicher ist, dass wir über verschiedene Sinnessysteme lernen, wobei der eine oder andere Sinn zum Lernen schon mal bevorzugt wird. Manche Menschen lernen besser visuell, andere bevorzugen das auditive System usw. Am meisten profitieren wir allerdings davon, wenn wir alle Repräsentationssysteme in den Lernprozess miteinbeziehen, so wie es Babys und Kleinkinder auf natürliche Weise noch tun. Die Balance aller Lernsysteme (Sinne) garantiert uns ein schnelles und effizientes Lernen. Je mehr Sinne aktiviert werden, desto einfacher ist die Erinnerung an Gelerntes!
In der Schule wurden wir früher meist dazu angehalten, still zu sitzen und zuzuhören und uns für gute Leistungen "anzustrengen". Unsere Lernsysteme wurden oft sukzessive ihrer Fähigkeiten beschnitten. Der Biochemiker Frederic Vesters schreibt in seinem äußerst erfolgreichen Buch "Denken, Lernen, Vergessen", dass Lernerfolg und gute Schulleistungen nicht nur in der absoluten Intelligenz des Einzelnen, sondern oft an der relativen Übereinstimmung zweier Muster liegen; an der Möglichkeit oder Unmöglichkeit einer Resonanz. Kinder lernen von Partnern, sei es von Eltern, von Lehrern, von Mitschülern usw. Und Kinder lernen dann gut, wenn sie sich in diesem Partner wieder erkennen, d.h. wenn ihre eigenen Assoziationsmuster (Repräsentationssysteme) mit dem des Partners in Einklang stehen. Genau so funktioniert auch sinnvolles Lernen bei Erwachsenen und deswegen ist die Einbindung ALLER Sinnessysteme in einen erfolgreichen Lernprozess so wichtig.
Weiterhin wenden wir in unserem Fremdsprachenunterricht leicht abgewandelte Elemente aus der Suggestopädie (Superlearning) an. Der bulgarische Gedächtnisforscher und Pädagoge Gregori Lozanov entwickelte diese nachweislich sehr erfolgreiche Lernmethode anfangs der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Kernelement der Suggestopädie sind die Konzertsitzungen, bei denen dem Teilnehmer der Lernstoff in einem völlig entspannten Zustand (Alpha-Zustand) und bei hinterlegter Musik zugeführt wird. Während die linke Hemisphäre sprachbezogen arbeitet, widmet sich die rechte Hemisphäre der Musik. Während dieser Harmonisierung beider Gehirnhälften entsteht ein Zustand tiefer Entspannung, der ausreicht, um Lernbarrieren verschwinden zu lassen. Nach dieser passiven Lernphase folgen die aktiven Lernphasen (Synthese). Dabei wird der passiv gelernte Stoff aktiv angewendet und im Gehirn vernetzt.



